Strangziehen

Das Strangziehen ist ein kontinuierlicher Prozess zur Herstellung von unidirektionalen Faserverbunden mit polymerer Matrix.

Der Vorteil des Strangziehens, im Vergleich zur Pultrusion, liegt in der erhöhten Prozessgeschwindigkeit und der Flexibilität bei ebenen bzw. planliegenden Produkten. Dabei werden die Faserstränge (Rovings), welche aus mehreren tausend Einzelfilamenten bestehen, über eine Lochplatte gleichmäßig auf den gewünschten Querschnitt aufgeteilt. In der Imprägnierstation werden die Rovings dann mit dem reaktiven Harz-Härter Gemisch (Matrix) getränkt. Ziel ist dabei, jedes einzelne Filament mit der Matrix zu benetzen, denn nur so ist es möglich, die optimalen, mechanischen Eigenschaften der Faserverbunde zu gewährleisten.

Das Abstreifwerkzeug entfernt überschüssige Matrix und ist die Vorstufe zur Dickenkalibrierung. Anschließend wird durch gezielte Temperatur- und Druckeinwirkung die Imprägnierung jedes einzelnen Filamentes intensiviert und die Rohdicke des unidirektionalen Faserverbundes vor der endgültigen Aushärtung des Harzes justiert. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Haftfestigkeit von Klebeverbindungen unabhängig von der Oberflächenstruktur der Faserverbundwerkstoffes auf einem sehr hohen Niveau zu liegen.

Dennoch ist es uns möglich, durch ein nachfolgendes Anschleifen bzw. Bürsten, die die Oberfläche zu vergrößern, um somit die Qualität von Klebeverbindungen noch weiter zu optimieren. Dabei ist aber zu beachten, dass es dadurch zu Faserschädigungen an der Oberfläche kommen kann, wodurch die mechanischen Eigenschaften des Faserverbundes beeinträchtigt werden können.

Je nach Kundenwunsch konfektionieren wir die Produkte und liefern dickenabhängig auf Rolle oder als Stückware aus.

 

Ihr Ansprechpartner:

Thomas Koller
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t.koller@isosport.com